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@ feld lager - archiv:    projekte, thema, literatur, (motivation: zitat, affekt, impuls,
                                  entwurf), quellen: humanistische Anlässe - wie Kunst bewegt.
                                 (work in progress: aphorismen).

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a. Bild ...................... Aquarell, Acryl, Druck, Foto, Skizze, (s. feld-galerie ab 2000)

b. Weltbild ................ Entwicklungen, Ethik, Kultur, Geschichtsschreibung (records),
                                 historische Weltbilder, Quellen, Analysen, Abgrenzungen ...

c. Reflexion .............. Literatur, Theater, Musik, loc. Europa, Orient - Okzident, Asien,
                                 Aphorismen, Religion, Philosophie, Existenzialismus, Stoa ...

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Aphorismen
, Literatur-Zitate ...

... meine Sammlung aus 40 Jahren überwiegend auto-didaktischen Studiums,
    mit Dank an geduldigen Wegbereiter, Begleiter, Initiatoren ...


- der Literatur, Philosophie, Psychologie, Soziologie, Musik und Mathematik,
- den Kunstvermittlern, Seminaren der Universitäten, Kunst-Akademien und Museen,
- den Projekten der Friedenserziehung, der Umwelt- und Friedensbewegungen,
- dem Vorbild der beispielhaften "Box and work company" von Rupert Voss,
- der Förderung durch den Klettverlag zur deutsch-französischen Aussöhnung,
  mit den Stuttgarter Buchwochen, den Karlsruher / Heidelberger Gesprächen, ...
- der Evangelischen Kirche in West-Berlin mit ihren Kontakten in Ost und West,
- dem politischen und inter-religiösen Austausch des ehemals Berliner Senats,
  mit Besuchen in Europa, USA, Nahem Osten, Nord-Afrika und Südost-Asien ...
 

Er-ziehung  -  Bildung durch Be-ziehung
** Themen, Quellen:   Lehre der Philosophie, Psychologie, Entwicklungspsychologie,  Richtungen der Pädagogik, Strömungen der Weltanschauungen, Dokumente der Antike, große Religionslehren aus Ost und West .

Bildung ist bewusste, planmäßige Entwicklung der natürlich vorhandenen geistigen und körperlichen Anlagen des Menschen. Auch der durch diese Entwicklung erreichte
Zustand wird Bildung genannt im Gegensatz zu Unbildung, Halb-Bildung.  
(Brockhaus Lexikon 1985)

Religiöse Kulturen -  Reifeprozesse 
Der Mensch echt religiöser Kulturen könnte vielleicht mit einem Kind von acht Jahren verglichen werden, das einen Vater als Retter braucht, das jedoch angefangen hat, die
Lehren und Prinzipien des Vaters in sein Leben zu übernehmen.
Der zeitgenössische Mensch ähnelt jedoch einem Kind von drei Jahren, das nach dem Vater ruft, wenn es ihn braucht, und sonst zufrieden ist, wenn es spielen kann. *

*) Erich Fromm (Psychologe 1900 – 1980)
   Frankfurter Schule, conditio humana, Aristoteles, Spinoza,
   Meister Eckhart, Thomas v. Aquin, Darwin, Marx, Freud, Reich,
   Wertvorstellungen, Identität: „Haben oder Sein“)

Bildung ist das, was übrig bleibt, wenn wir alles vergessen, was wir gelernt haben.
Weisheit ist nicht das Ergebnis der Schulbildung, sondern des lebenslangen 
  Versuchs, sie zu erwerben.
* Albert Einstein (Pazifist, Quantenphysik, Relativitätstheorie, 1879-1955)

* Die Bildung wird täglich geringer, weil die Hast größer wird.
* Jedes Wort ist ein Vorurteil.
* Friedrich Nietzsche (Nihilismus, Wahrheitsbegriff, Philologe, Philosoph, 1844-1900)

Reifezeit - alles zu seiner Zeit                                                  
Man sollte sich zur heiligsten Pflicht machen, dem Kinde nicht zu früh einen Begriff von Gott beibringen zu wollen.
Die Forderung muss von innen heraus geschehen, und jede Frage, die man beantwortet, ehe sie aufgeworfen ist, ist verwerflich.
Das Kind hat vielleicht seine ganze Lebenszeit daran zu wenden, um jene irrigen Vorstellungen wieder zu verlieren.
* Friedrich von Schiller (dt. Dichter, 1759-1805)
 
Es hat alles seine Zeit, und alles Tun unter dem Himmel hat seine Stunde.
Geboren werden hat seine Zeit, Sterben hat seine Zeit.
Pflanzen hat seine Zeit, und Ausreißen hat seine Zeit.
Töten und Heilen, Einreißen und Bauen.
Weinen hat seine Zeit. Lachen hat seine Zeit.
Klagen und Tanzen, Steine wegwerfen und Steine sammeln.
Umarmen und Getrennt sein, Suchen und Verlieren,
Behalten und Wegwerfen, Zerreißen und Nähen.
Schweigen hat seine Zeit, und Reden hat seine Zeit.
Lieben und Hassen, Krieg und Frieden. Alles hat seine Zeit.
* Die Bibel, Prediger Salomo 3, Verse 1-8,

* Mensch-Sein:
  Ist denn so groß das Geheimnis, was Gott und die Welt und der Mensch sei?
  Nein, doch niemand hört's gerne, da bleibt es geheim.
* Anerkennung - Toleranz - Duldung:
  Toleranz sollte eigentlich nur eine vorübergehende Gesinnung sein,
  sie muss zur Anerkennung führen. Dulden heißt beleidigen. 
* Johann Wolfgang von Goethe (Dichter, 1749-1832)


* Der Mensch hat drei Wege, klug zu handeln:
  Erstens durch Nachdenken - das ist der Edelste.
  Zweitens durch Nachahmen - das ist der Leichteste.
  Und drittens durch Erfahrung - das ist der Bitterste.
 * Konfuzius


* Das Beste für die Seele unserer Kinder  
  In unserer Seele ist etwas, dass wir Interesse nehmen:
  Erstens an unserem Selbst, Zweitens an anderen, mit denen wir aufgewachsen sind,
  und dann muss Drittens noch ein Interesse am Weltbesten statt finden.
  Man muss Kinder mit diesem Interesse bekannt machen, damit sie ihre Seelen
  daran erwärmen mögen. Sie müssen sich freuen über das Weltbeste,
  wenn es auch nicht der Vorteil ihres Vaterlandes oder ihr eigener Gewinn ist.
* Immanuel Kant  (Philosoph, 1724-1804) über die Freude am Besten.

* Viele Kinder haben schwererziehbare Eltern.
* Jean-Jacques Rousseau (Staat, Individuum, Le Contrat social, Émile, 1712-78)

* Wer die Wahrheit nicht kennt, ist nur ein Dummkopf.
  Wer sie aber kennt, und sie eine Lüge nennt, ist ein Verbrecher.
* Galileo Galilei (ital. Mathematiker, Physiker,  Astronom, 1564-1642)
 
* Die größte Wohltat, die man einem Menschen erweisen kann,
  besteht darin, dass man ihn vom Irrtum zur Wahrheit führt.
* Thomas von Aquin (Theologe, Philosoph, Scholastik, Aristoteles,1225-1274)

* Der Preis der Intelligenz besteht darin,
  dass man ununterbrochen gezwungen ist, dazuzulernen.
* Die besten Reformer, die die Welt je gesehen hat, sind die,
  die bei sich selbst anfangen.
* George Bernard Shaw (1856-1950, irischer Dramatiker, Satiriker, Musikkritiker.)

* Der Kluge lernt aus allem und von jedem,
  der Normale aus seinen Erfahrungen, und der Dumme weiß alles besser.
* Sokrates (griech. Philosoph, ca. 469 bis 399 v. Chr.)

* Väter und Söhne
 Lehrer, Freiheit und Wege in die Tyrannei.  
  Wohlan mein Freund, wie steht es mit der Diktatur?
  Ist es nicht so, dass sich die Demokratie selber auflöst durch eine gewisse
  Unersättlichkeit in der Freiheit?
  Wenn sich die Väter daran gewöhnen, ihre Kinder einfach gewähren und laufen zu
  lassen, wie sie wollen, und sich vor ihren erwachsenen Kindern geradezu fürchten,
  ein Wort zu reden, oder wenn die Söhne schon so sein wollen, wie die Väter,
  also ihre Eltern weder scheuen, noch sich um ihre Worte kümmern,
  sich nichts mehr sagen lassen wollen, um ja recht erwachsen
  und selbständig zu erscheinen.
  Auch die Lehrer zittern bei solchen Verhältnissen vor ihren Schülern
  und schmeicheln ihnen lieber, statt sie sicher und mit starker Hand
  auf einen geraden Weg zu führen,
  so dass die Schüler sich nichts mehr aus ihren Lehrern machen.

  Überhaupt sind wir schon so weit, daß sich die Jüngeren den Älteren gleichstellen,
  ja gegen sie auftreten in Wort und Tat, die Alten aber setzen sich unter die Jungen, 
  um sich ihnen gefällig zu machen, indem sie ihre Albernheiten und Ungehörigkeiten
  übersehen oder gar daran teilnehmen, damit sie nicht den Anschein erwecken,
  als seien sie Spielverderber oder gar auf Autorität versessen.
  Auf diese Weise werden die Seele und die Widerstandskraft aller Jungen allmählich
  mürbe. Sie werden aufsässig und können es schließlich nicht mehr ertragen,
  wenn man nur ein klein wenig Unterordnung von ihnen verlangt.
  Am Ende verachten sie dann auch die Gesetze, weil sie niemand und nichts mehr
  als Herr über sich anerkennen wollen,
  und das ist der schöne jugendfrohe Anfang der Tyrannei.
* Platon (griechischer Philosoph, 427-348 v. Chr., Werk: "Politheia")
 
 

Alfred Grosser*  Distanznahme zu sich selbst 
   ist das wichtigste Bildungsziel !


* Alfred Grosser (*1925, Frankfurt/Main),
  Soziologe, Politologe, Prof.em.,
  Publizist und politischer Kolumnist,
  Zitate ab 1970) 

 

Kurzbiografie
- Alfred Grosser, aktuell wesentlichster französischer Intellektueller deutsch-jüdischer Herkunft. Er lebt seit 1933 in Paris. Sein Vater war Direktor einer Frankfurter Kinderklinik, Sozialdemokrat jüdischer Herkunft, und Freimaurer nach Angaben von Grosser, weshalb er 1933 mit seiner Familie nach Frankreich emigrierte.
Grosser wurde 1937 französischer Staatsbürger. Er studierte Politikwissenschaft und
Germanistik und war
- ab 1955 Inhaber eines Lehrstuhls am Institut d'études politiques de Paris (Sciences Po) in Paris.
- 1992 wurde er als Studien- und Forschungsdirektor an der „Fondation Nationale des Sciences Politiques“ emeritiert.

Als Autor zahlreicher Bücher setzte er sich seit den 60er-Jahren für die Verständigung zwischen Deutschen und Franzosen ein. Zuletzt erschien von ihm: "Wie anders ist Frankreich?"
Er erhielt zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen in Frankreich und Deutschland, darunter den
- Grand Prix der Académie des Sciences morales et politiques (1998) und den
- Friedenspreis des deutschen Buchhandels (1975) als „Mittler zwischen Franzosen 
  und Deutschen, Ungläubigen und Gläubigen, Europäern und Menschen anderer
  Kontinente".
1978 Theodor-Heuss-Medaille,
1994 Schillerpreis der Stadt Mannheim,
1995 CICERO Rednerpreis.
1998 Grand Prix de l'Académie des Sciences morales et politiques,
2002 Humanismuspreis des Deutschen Altphilologenverbands,
2004 Abraham Geiger Preis des Abraham-Geiger-Kollegs an der Universität Potsdam.
Er ist Träger des Großen Verdienstkreuzes mit Stern und Schulterband und
Grand Officier de la Légion d'Honneur.

Zitate

* "Bildung ist der wesentlichste Anteil von Kultur. 
    Meine drei Definitionen des Begriffes 'Kultur':
1. Die erste Kultur, das ist das Schöngeistige, die Musik usw.
2. Die Zweite ist das, was die Ethnologen, Soziologen Kultur nennen - das sind
    die Werte, die Gemeinsamkeiten, die Überlieferungen, die eine Gemeinschaft hat.
3. Und die Dritte ist die Aufklärung, das ist die Infragestellung der zweiten Kultur und 
    auch der ersten: Die Distanznahme zu sich selbst und zu den eigenen sozialen Bedingungen und Zugehörigkeiten, sich selbst zu betrachten mit den Augen der Anderen, ist für mich die wichtigste Bildung, und die ist am schwersten durchzu-setzen."  (Alfred Grosser 2008, DIE Zeitschrift, Bonn, weitere Details dort).

* "Das kollektive Gedächtnis ist ein Irrweg", [...]
"jeder Mensch hat viele Identitäten, und jede Reduktion auf eine einzige Identität
schafft letztendlich Intoleranz. Es gibt keine kollektive Identität, denn man kann
sich nicht an etwas erinnern, was man selbst nicht erlebt hat".
(Alfred Grosser, Rede Körber-Stiftung, HSU Univ. Hamburg, Juni.2008).

* "Ich muss als Jude nicht für Israel sein - Warum ich Israel kritisiere", [...]
"Ich trage meine Kritik an der israelischen Besatzungspolitik schon lange vor.
Neu ist, dass ich dafür in Frankreich und Deutschland heftig des Antisemitismus
angeklagt werde. Man sagt mir: Sie sind Jude, und als Jude müssen Sie für Israel sein. Das finde ich grundsätzlich falsch.
Israel existiert. Aber einen lebensfähigen palästinensischen Staat wird es nicht geben, so lange Israel sich nicht aus den Palästinensergebieten zurückzieht und dort mehr zulässt als ein paar Homelands ohne jede territoriale Kontinuität. Dazu müssen die Siedlungen aufgelöst und eine Zweitstaatenlösung angestrebt werden. Israel muss verstehen, dass es nicht allein mit militärischer Stärke regieren kann.
Das Elend der Palästinenser ist noch immer da, und es wächst im Schatten der Mauer noch. Europa hat nicht protestiert, als Israel in Gaza systematisch die Infrastruktur zerstört hat, die dort mit EU-Geld aufgebaut worden war. Oder als Israel die Elektrizitätswerke im Libanon zerstört hat. Das ist eine Politik der Verachtung. Ich bin als kleiner Jude in Frankfurt verachtet worden - und ich kann die Politik der Verachtung vonseiten Israels nicht akzeptieren." (Alfred Grosser, SZ Interview 2007).


Deswegen gebrauche ich selbst ja auch nie das Wort
                ‚deutsch-französische Versöhnung’.
Ich brauchte mich damals mit meinem Freund Eugen Kogon, der aus Buchenwald gekommen war, nicht versöhnen. Ich brauchte mich mit dem damaligen Frankfurter Bürgermeister nicht versöhnen, der ebenfalls aus Buchenwald gekommen war. Ollenhauer kam aus der Emigration, Willy Brandt kam aus der Emigration: Mit diesen Menschen musste ich mich doch nicht versöhnen! Wir haben statt dessen gemeinsam versucht, mitverantwortlich die deutsche Demokratie aufzubauen. Ich fühle mich da teilweise wirklich als einer der Väter der deutschen Demokratie, weil wir von draußen mitgewirkt haben!“
(BR-Online, 2.2.2005, Alfred Grosser im Gespräch mit Dieter Sinnhuber.)

„Mitzuwirken – das heißt, Verständnis zu haben für das Leiden anderer, und das ist für mich die Grundlage europäischer Ethik. Dies bemühten wir uns nach 1945 zu organisieren, indem wir uns sagten: Man kann von den Deutschen nur verlangen, dass sie das Ausmaß des Verbrechens des Nationalsozialismus einsehen, wenn wir unsererseits Verständnis für das große menschliche Leiden in den Bombennächten von Dresden und Hamburg zeigen oder für die Millionen von Vertriebenen, von denen ein Teil nie angekommen ist." (03.10.2003, Festvortrag zum Tag der Deutschen Einheit, Rathaus Osnabrück)


* "Was Grosser seinen Studenten zu vermitteln suchte, war die  Maxime
   “Penser justement, donc avec justesse et justice” -
    richtig denken, das heißt: logisch und gerecht". (DIE WELT, 01.02.2005)

* Geschwister im Zwist. Zum 80. Geburtstag Alfred Grossers:
  "Sein neues Frankreich-Buch" von Michael Mönninger, in DIE ZEIT, 03.02.2005 Nr.6

* Alfred Grosser, Wie anders ist Frankreich. 
  Verlag C.H.Beck, München 2005; 240 S., 19.90 Euro


Exklusiv-Interview mit Prof. em. Alfred Grosser: "Freiheit schafft Europa" 
 

*2005, Festvortrag Prof. Alfred Grosser, Institut d’études politiques, Universität Paris:
  "Gibt es eine europäische Leitkultur?"  
     BVVG, Grund-, Menschenrechte, Grundlage der deutsch-französischen
     Beziehungen, Kultur und Gerechtigkeit, Grundwerte, Haftung ist Mit-Verantwortung,
     {GG-Mangel: fehlt in der europäischen Verfassung}, Film "Der Untergang",
     Hambacher Fest: Dreieck Polen-Frankreich-Deutschland, Flüchtlinge, 2 deutsche
     "Leitkulturen": schwarz-weiß-rot, schwarz-rot-gold: Freiheit der Wirtschaft nicht 
     Freiheit schlechthin {Verrat am 23.03.1933}. GG der BRD, Elsässer Julius Leber,
     Wilhelm Leuschner, Wiedervereinigung GG 23, Reichstag - Palais Bourbon, 
     EU: Spanien-Portugal-Griechenland, Staat und Religion, ... Zypern, Malta, ...
     Deutsche Nationalhymne {Einigkeit und Recht und Freiheit}, wie steht es mit den
     christliche Quellen? Vergangenheit beider deutschen [ev./kath.] Kirchen, 
     Bischof Dibelius Predigt 1933 in Nikolai-Kirche in Potsdam! Hirtenbrief Kardinal
     Faulhaber, Edith Stein [Speyer, Dom], Würde des Menschen, Vergangenheit und
     Gerechtigkeit in der Gesellschaft, Bergpredigt {Lukas' Opium fürs Volk, Marx},
     Gott in der Verfassung, Diktatur in China/Russland, Blick auf den leidenden
     Menschen, Atheisten, Verständnis für das Leiden der Anderen, NS/Vertriebene,
     Israel/Gaza: Verletzung der Menschenrechte durch Israel an Palästinensern, auch
     wegen Auschwitz gerade keine bedingungslose Unterstützung für Israel.
     Aufklärung (nach Emanuel Kant): Distanz nehmen zu sich selbst [die man sich
     nicht von außen durch eine Zugehörigkeit auferlegen lässt.], Genozid an Juden -
     an Armenien (Beginn 24.4.1915) nicht vergessen. 
     Soziale Identität, Gerechtigkeit geht nicht ohne "richtigs Denken (penser juste)" -
     Logik, notwendiger Vergleich und kohärentes Urteilen: Gegenseitigkeit der Werte-
     Anerkennung, {"Sie können heute kein Priesterseminar in der Türkei einrichten!"}
     Toleranz ehemals in Islam und Judentum während der Kreuzzüge. 
     "Ich kann das Wort 'Toleranz' nicht mehr hören."  Es wird missbraucht für:
     "Es ist mir egal, was du tust - wenn du über mein Tun hinwegsiehst." 
     Brüderlichkeit, Dabeisein, Teilnahme, Mitmachen den Kindern zeigen:
     Freude der Wirkenden und Schaffenden, politische Ethik, Politik das Höchste -
     "Dabei-Sein" heißt die eigene Zukunft zu gestalten, versuchen.
      Richard von Weizsäcker: "es ist nicht möglich, das Werk zu vollenden, und es ist
     nicht erlaubt das Werk zu verlassen" - als unkündbarer Auftrag [ Herr Köhler !! ], 
     Dabei-Sein: "ich kann nicht Abseits-Stehen, weil es abseits kein Glück gibt", ...
     (Hans und Sophie Scholl-Zitat.)

   [11.02.2005, Vortrag, ZAK, Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und
    Studium Generale, Universität Karlsruhe (TH), [Video: Mediaplayer/DSL-speed:  
    URL:  http://digbib.ubka.uni-karlsruhe.de/diva/2005-194/  ]
     
  Programm ZAK:
  - Karlsruher Gespräche 2005, Universität Karlsruhe: http://www.zak.kit.edu/297.php
  - Videoaufzeichnungen der Karlsruher Gespräche:  
http://www.zak.kit.edu/1042.php

 
  "Wie ich schon in meiner Friedenspreisrede 1975 betonte, gibt es keine Wahrheit. 

   Es gibt nur die Suche nach Wahrheit. Genauso wenig gibt es absolute Freiheit und
   Gerechtigkeit, sondern nur Dinge die freier und gerechter sind als andere. 
   Auch Friede schlechthin gibt es nicht, denn Frieden ist immer auch ein
   Zufriedengeben des Schwächeren. Es gibt überhaupt kein Absolutes,
   es gibt nur das Streben nach dem, was man absolut als Ziel anspricht." [...]

  "Mein sehnlichster Wunsch? [...] 
   Ich wünsche mir, dass die Intellektuellen keine Nabelschau mehr betreiben,
   sondern sich wirklich um die Welt kümmern und den Einfluss, den sie haben,
   im Sinne der kantischen Aufklärungswahrheit verbreiten.
   Das klingt ein bisschen kompliziert, aber die Nabelschau der Intellektuellen in 
   unserer beiden Ländern ist furchtbar."

* Deutschland - Frankreich - USA
* Frankreich und Deutschland in welchem Europa ? - Vortrag in Sciences-Po, 2003

* "Deutsche sind Meister des Selbstmitleids,
    Franzosen Meister der Selbstüberschätzung. "
    (Alfred Grosser, Rede 'Stuttgarter Buchwochen', Hospitalhof ca.1970) 

Bibliographie (Auswahl) :
   Les identités difficiles, Presses de Sciences Po, 1996;
   Une vie de Français. Mémoires, Flammarion, 1997;
   Les fruits de leur arbre.
         Regard athée sur les chrétiens, Presses de la Renaissance, 2001;
   L’Allemagne de Berlin, différente et semblable, Alvik, 2002.

Neuere Veröffentlichungen in deutscher Sprache :
   Verbrechen und Erinnerung, Hanser 1990, Dtv 1993 ;
   Mein Deutschland, Hoffmann & Campe, 1993, Dtv 1996;
   Wie anders sind die Deutschen?, C.H.Beck, 2002;
   Wie anders ist Frankreich ? C.H.Beck, 2005.

Links:
    France-Blog: 24 Minuten Gespräch, 18.06.2008 mit Alfred Grosser (Audio-Link)
                    -  http://www.france-blog.info/?p=974 
    
    Interview Deutschlandradio 2006: Warum schweigt Europa?
                    -  http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kulturinterview/524290/ 

    Freunde des Institute français de Stuttgart 2005
                    -  http://www.freunde-ifs.de/alfred-grosser.html

    Förderer und Partner des Institute français de Stuttgart 
                    -  http://www.freunde-ifs.de/links.html    
    
    Institut français de Stuttgart, Diemershaldenstr. 11. ,  D-70184 Stuttgart, 
                       Tel. 0711 23925-19
    neues Kulturportal Frankreich - Deutschland
                     - http://www.kultur-frankreich.de/   

    aktuelles Kultur-Programm des Institute français de Stuttgart 
                     -  http://www.kultur-frankreich.de/index.php?ville=25&cal
 
 


 

Marion Dönhoffwork in progress:

*
 Marion Gräfin Dönhoff
  (1909-2002)

* Zivilisiert den Kapitalismus!
  (Grenzen der Freiheit)

(foto: privat)


Geboren 1909 in Ostpreussen, Dr. rer.pol.
Unternahm nach dem Abitur ausgedehnte Reisen durch Europa, Nordamerika und Ostafrika. Nach dem Studium der Volkswirtschaft in Frankfurt und Basel trat sie 1936 in die Verwaltung der Familiengüter ein, deren Leitung sie 1939 übernahm.
Seit 1946 gehört sie der Redaktion der Hamburger Wochenzeitung Die Zeit an.
1955 wurde sie Leiterin des politischen Ressorts,
1968 Chefredaktorin und 1973 Herausgeberin.
Sie ist u.a. 1966 mit dem Theodor Heuss-Preis und 1971 mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet worden.
Am 11.03.2002 verstarb Marion Dönhoff auf Schloss Crottorf im Siegerland.

»Ohne ethischen Minimalkonsens zerbröselt die Gesellschaft.
Die Institutionen, die in früheren Zeiten Wert setzten und Spielregeln festlegten: Elternhaus und Schule, sind dazu nicht mehr in der Lage, aber ohne eine solidaritätsschaffende und Orientierung bietende Ethik wird die Gesellschaft auf Dauer nicht bestehen können. Denn jede Gesellschaft braucht Bindungen. Ohne Spielregeln, ohne Traditionen, ohne einen ethischen Minimalkonsens wird unser Gemeinwesen eines Tages so zusammenbrechen wie vor kurzem das sozialistische System.«
(Marion Dönhoff in "Zivilisiert den Kapitalismus", 1997 DVA Stuttgart)

»Als junge Frau hatte Marion Dönhoff teil an dem patriotischen Entschluss, zu Hochverrat und Tyrannenmord. Mit dem Fehlschlag und der Hinrichtung der meisten ihrer Freunde ist ihr erstes Leben zu Ende gegangen. Als eine der letzten Über-lebenden des Widerstandes gegen den Verderber Hitler ist sie bis zuletzt für viele Menschen, draußen in der Welt und ebenso bei uns zu Hause, ein Symbol des aufgeklärten, anständigen Deutschlands gewesen.«
(Helmut Schmidt, Vorwort zur Biographie, Haug von Kuehnheim, 2002)

Publikationen
–   Die neue Mittwochsgesellschaft, 1998.
–   Zivilisiert den Kapitalismus. Grenzen der Freiheit, 1997.
–   Um der Ehre willen, 1996.
–   Im Wartesaal der Geschichte, 1995.
–   Weil das Land Versöhnung braucht, 1993.
–   Weil das Land sich ändern muss, 1992.
–   Vom Reich zur Republik, 1992.
–   Ritt durch Masuren, 1992.
–   Baukunst in Brandenburg, 1992.
–   Polen und Deutsche, 1991.
–   Gestalten unserer Zeit, 1990.
–   Bilder, die langsam verblassen, 1989.
–   Kindheit in Ostpreussen, 1988.
 


Wassily Kandinsky (1866-1944)

lit. Werke:
"Der Blaue Reiter", "Über das Geistige in der Kunst" , "Punkt und Linie zu Fläche", "Rückblicke".

Kurzbiografie
1866–1896  Wassily Kandinsky wird am 4. Dezember 1866 in Moskau geboren.
Von 1885 bis 1893 studiert er Rechtswissenschaft und Nationalökonomie in Moskau. Er kommt zum Studium der Malerei nach München. Dort beginnt er mit Kursen an der privaten Kunstschule von Anton Ažbè.
1900–1902  Nach einem einjährigen Studium bei Franz von Stuck an der Münchner Kunstakademie gründet er 1901 mit Künstlerfreunden die Künstlervereinigung "Phalanx". 1902 wird Gabriele Münter eine seiner Schülerinnen.
1904–1907  Das Paar Kandinsky und Münter begibt sich für mehrere Jahre auf Reisen, unter anderem nach Holland, Tunesien und Italien. Ab Mitte 1906 leben sie für ein Jahr in Sèvres bei Paris.
1908–1909  Kandinsky und Münter lassen sich wieder in München nieder. Sie entdecken Murnau im bayerischen Alpenvorland, wo sie den Sommer mit Alexej Jawlensky und Marianne von Werefkin verbringen. Bis 1914 folgen zahlreiche Aufenthalte in Murnau. 1909 wird die "Neue Künstlervereinigung München" gegründet, Kandinsky wird ihr Vorsitzender.
1911  Kandinsky, Münter und Franz Marc treten im Dezember aus der "Neuen Künstlervereinigung München" aus und organisieren die 1. Ausstellung des "Blauen Reiter" in der Münchner Galerie Thannhauser.
1912–1913  Neben dem von Kandinsky und Marc herausgegebenen Almanach "Der Blaue Reiter" erscheinen Kandinskys theoretisches Hauptwerk "Über das Geistige in der Kunst" (* Erstdruck 1913 Sturm-Verlag Berlin, mehrfache Nachdrucke, erneut 1952  autorisiert von Nina Kandinsky Neuilly-sur-Seine, gestaltet von Max Bill, 2004 nach der Urfassung revidierte Neuauflage mit Vorwort von Jelena Hahl-Fontaine, im Benteli Verlag Bern), sein Album "Klänge" und im Katalog seiner ersten Einzel-ausstellung in Herwarth Waldens "Sturm" - Galerie in Berlin seine autobiographische Schrift "Rückblicke".
1914–1915  Bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges, nach dem Durchbruch seiner Abstraktionen, emigriert Kandinsky zunächst in die Schweiz, dann nach Moskau. 1915 treffen Kandinsky und Gabriele Münter zum letzten Mal in Stockholm zusammen.
1917–1920  Kandinsky heiratet Nina Andrejewskaja. Nach der Oktoberrevolution wird er Mitglied in mehreren künstlerischen Gremien, darunter 1918 Leiter der Freien Staatlichen Kunstwerkstätten in Moskau. Anfang der 20er Jahre folgte er dem Ruf von Walter Gropius an das Bauhaus in Weimar und nach Dessau.
Der Einfluss der Bauhaus-Architektur ("Gelb-Rot-Blau", 1925) spiegelt sich in den geometrischen Formen seiner Bilder wieder. Kandinskys Publikation "Punkt und Linie zu Fläche" erscheint 1926 als 'Bauhaus-Buch Band 9', gestaltet durch Max Bill, 1955 neu durch Nina Kandinsky autorisiert , gedruckt bei 'Freiburger Graphische Betriebe'.
1927 werden Wassily und Nina Kandinsky deutsche Staatsbürger.
1930–1933 Solomon R. Guggenheim besucht Kandinsky am Bauhaus. Kandinsky tritt der Gruppe "Cercle et Carré" in Paris bei. 1932 zieht er mit dem Bauhaus nach Berlin um. Nach der endgültigen Schließung des Bauhauses durch die Nationalsozialisten geht Kandinsky 1933 mit seiner Frau ins französische Exil nach Neuilly-sur-Seine bei Paris.
1934–1937 Kandinsky beteiligt sich an Ausstellungen in Paris und London sowie an Publikationen zur gegenstandslosen Kunst und kommt in Kontakt mit Joan Miro, Man Ray, Fernand Léger und Willi Baumeister. Die Nazis verfemten Kandinskys Malerei als entartet. 1937 werden zahlreiche seiner Werke in deutschen Museen beschlagnahmt.
Kurz vor Ausbruch des 2.Weltkrieges wird er französischer Staatsbürger.
1939–1943 Kandinsky nimmt an den Ausstellungen Abstract and Concrete Art der Galerie Guggenheim Jeune in London und Art of Tomorrow im Guggenheim Museum New York teil. Von 1940–1943 finden kleinere Ausstellungen Kandinskys, etwa in der Pariser Galerie Jeanne Bucher, unter den erschwerten Bedingungen der deutschen Besatzung statt.
1944   Am 13. Dezember stirbt Kandinsky in Neuilly-sur-Seine.

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Zitate, Mensch sein heißt ...
 
* Durch viele Zitate vermehrt man seinen Anspruch auf Gelehrsamkeit,
  vermindert aber den auf Originalität, und was ist Gelehrsamkeit ohne Originalität!
  Man soll sie also nur gebrauchen, wo man fremder Autorität wirklich bedarf.
* Arthur Schopenhauer (dt. Philosoph, Autor, Hochschullehrer, 1788-1860) 
 
* Wer ein Argument vorträgt und sich dabei auf eine Autorität beruft,
  verwendet nicht seine Intelligenz, er setzt lediglich sein Gedächtnis ein.
  (Chi disputa allegando l'autorità, non adopra l'ingegno, ma piuttosto la memoria.)
* Leonardo da Vinci (Maler, Bildhauer, Architekt, Musiker, Anatom, Mechaniker, 
  Ingenieur, Naturphilosoph,  ital. Renaissance, 1452-1519)

* Vom Aphorismus eine Lebenshilfe zu erwarten,
  heißt den Skorpion um eine Blutspende  bitten.
* Wolfdietrich Schnurre (deutscher Schriftsteller, Gruppe47, PEN,  1920-1989)

*
Die Welt ist so eingerichtet, dass die dümmsten Sprichwörter recht behalten.
* Alfred Döblin (1878-1957, dt. Arzt u. Schriftsteller, Berlin Alexanderplatz)

* Originelle Formulierungen sind nicht originelle Einsichten.
* Herbert  Marcuse (Soziologe, Philosoph, Kritik der reinen Toleranz,
  Repressive Toleranz, Der eindimensionale Mensch, Kunst und Befreiung, 1898-1979)

* Der Mensch erkennt, dass es nichts nützt, wenn er den Geist an sich besitzt,
  weil Geist uns dann erst Freude macht, sobald er zu Papier gebracht.
* Eugen Roth (bayr. Dichter, Philosoph, Journalist, 1895-1976)

* "Erkenne dich selbst" stand am Eingang der antiken Welt geschrieben.
   Über dem Eingang der neuen Welt wird geschrieben stehen: "Sei du selbst!"
* Oscar Wilde (Oscar Fingal O' Flahertie Wills Wilde, 1854 Dublin - 1900 Paris,
   irischer Schriftsteller)


* Was der Mensch ist, das ist er durch die Sache, die er zur seinen macht.
* Karl Jaspers  (Philosoph 1883-1969)

*
Ich würde nichts Schöneres kennen, als in Ewigkeit weiterlernen zu dürfen.
* Christian Morgenstern (dt. Dichter, Lyrik, Übersetzer, Vater Maler, 1871-1914)

* Man kann mit Politik keine Kultur machen, aber vielleicht mit Kultur Politik.
* Wer immer die Wahrheit sagt, kann sich ein schlechtes Gedächtnis leisten.
* Theodor Heuss (1. Bundespräsident der BRD, 1884-1963, Ehe: Elly Knapp)

* Güte in den Worten erzeugt Vertrauen. Güte im Denken erzeugt Tiefe.
  Güte beim Verschenken erzeugt Liebe.
* Lao-tse (Begründer des Taoismus, Alter und Vita ungesichert, um 200 v. Chr)

* Die Seele nährt sich von dem, was Freude macht.
* Aurelius Augustinus („Über den Gottesstaat", christl. Bildung,  354 - 430 n. Chr.)

* Wenn man auf erstrebenswerte Art zu Reichtum gelangen kann,
  so werde ich es tun, auch dann, wenn es sich nur um niedrige Tätigkeiten handelt.
  Kann man aber nur auf eine nicht erstrebenswerte Art zu Reichtum gelangen,
  so lasse ich es und folge dem, was mir Spaß macht.
* Konfuzius (Kong Qiu, Harmonie, Bildung, chinesischer Philosoph, 551 - 479 v. Chr.)

* Eure Rede sei allzeit freundlich und mit Salz gewürzt,
  dass ihr wisst, wie ihr einem jeden antworten sollt.
* Die Bibel,  Kolosser 6, 4.

* Drei Dinge helfen, die Mühseligkeiten des Lebens zu tragen:
  die Hoffnung, der Schlaf und das Lachen.
* Immanuel Kant (Kritik der reinen Vernunft, 1724-1804)

* Zu welchem Zweck ward uns Musik gegeben?
  Ist's nicht, des Menschen Seele zu erfrischen
  nach ernstem Studium und der Arbeit Mühe! 
* William Shakespeare (brit. Dramatiker, 1564-1616)
 

* Talking about music is like dancing about architecture.
* Thelonious Monk (1917-1982, US Jazz pianist & composer)

* Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum.
* Nirgends klingen falsche Musik und krumme Töne besser,
  als wenn es gegen einen gemeinsamen Feind geht.
* Friedrich Nietzsche (Nihilismus, Wahrheitsbegriff, Philologe, Philosoph, 1844-1900)

* Lasse nie zu, dass Du jemandem begegnest,
  der nicht nach der Begegnung mit Dir glücklicher ist.
* Mutter Theresa (Loreto Orden, 1910-1997)

* Jeder Tag, an dem Du nicht lächelst, ist ein verlorener Tag.
* Charlie Chaplin (Schauspieler, Regisseur, 1889-1977)

* Chancen verkleiden sich für gewöhnlich als harte Arbeit,
  so dass die meisten Menschen sie nicht erkennen.
* Ann Landers (Pseudonym für Lederer, US Kolumnistin, 1918– 2002)

* Du kannst keinen Ozean überqueren, indem du einfach nur aufs Wasser starrst.
* Rabindranath Tagore
  (Thakur, bengalischer Dichter, Philosoph, Komponist, Maler, 1861-1941)

* Gerade das Nächstliegende sieht man nur,
  wenn man sich unablässig darum bemüht.
* George Orwell (Eric Arthur Blair, brit. Schriftsteller, 1903-1950)

* Man kann niemanden überholen, wenn man in seine Fußstapfen tritt.
* François Truffaut (1932-1984, franz.Filmregisseur, Filmkritiker, Schauspieler)

*
Die Moden wechseln, da sie selber aus dem Bedürfnis nach Wechsel entstehen.
* Marcel Proust (frz. Schriftsteller, À la recherche du temps perdu, 1871 - 1922)

* Ich bereue nichts im Leben - außer dem, was ich nicht getan habe.
* Zwei Dinge wird ein Mann niemals verstehen:
   Das Geheimnis der Schöpfung und den Hut einer Frau .
* Coco Chanel  (Gabrielle Bonheur, collaboration Vichy, Mode, 1883-1971)

* Die Frau ist Feld und Weide, aber sie ist auch Sodom und Gomorrha.
* Simone de Beauvoir (1908-1986, franz. Schriftstellerin, Philosophin, Feministin)

* Alle Frauen, selbst die einfältigsten, wissen eine List zu gebrauchen,
  um zu ihrem Zweck zu gelangen.
* Vielleicht ist die Liebe überhaupt nur Dankbarkeit für die Lust.
* In der Ehe muss man einen unaufhörlichen Kampf gegen ein Ungeheuer führen,
  das alles verschlingt: die Gewohnheit.
* Der alte Kritiker ist sanft und gütig, der junge erbarmungslos.
* In Paris hat man eine gewisse Art, einen Menschen zu erledigen,
  indem man ihm sagt:  'Er hat ein gutes Herz'.
  Dieser Satz bedeutet ebensoviel wie: 'Der arme Junge ist dumm wie ein Rhinozeros.'
* Provinz bleibt Provinz, sie macht sich lächerlich, wenn sie Paris nachäffen möchte.
* Kraft besteht nicht ohne Güte.
* Das Unglück ist unser größter Lehrmeister.
* Man überschätzt vor sich selbst immer seinen (eigenen) Einfluss.
* Zweifellos muss man innerlich jung bleiben, um die Jugend zu verstehen.
* Die Nahrung des Geizhalses besteht aus Geld und Verachtung.
* Alles hastet einem Ziel entgegen, alles trottet dem Reichtum nach.
* Ein wenig Aufrichtigkeit, das ist die rarste Ingrediens der Gesellschaft.
* Mit dem Beruf geht es wie mit der Ehe,
  man merkt das Störende darin schließlich nicht mehr so.
* Jede Illusion muss einmal zerrinnen.
* Mangel an Geschmack ist eine der Sünden,
  die unfehlbar mit der Frömmelei verbunden sind.
* Mut zur Unzeit haben heißt Wasser in einem Korbe tragen.
* Der Ruhm ist die Sonne der Toten.
* Das Grab ist die Wiege der Seele.
* Honoré de Balzac (1799-1850, franz. Schriftsteller, befr. m. Victor Hugo,
  Auguste Rodin, Romantik, Naturalismus, La Comédie humaine)

* In den Herzen der folgsamen Kinder nistet knisternd und raschelnd die Rache.
* Es gibt viele Gründe alles beim Alten zu lassen und nur einen Einzigen,
  doch endlich etwas zu verändern: Du hältst es einfach nicht mehr aus.
* Hanns-Curt Flemming (*1947, Biochemie)

* Wie herrlich ist es, dass niemand auch nur eine Minute zu warten braucht, 
  um damit zu beginnen, die Welt langsam zu verändern.
* Anne Frank (Tagebuch ~,  Holocaust, 1929-1945)


* Anstelle von Heimat - halte ich die Verwandlungen der Welt.
* Nelly Sachs (eigentlich: Leonie Sachs, 1891 Berlin - 1970 Stockholm, dt. - jüdische 
  Schriftstellerin, Lyrikerin, Tochter des Erfinders William Sachs, NS-Verfolgung,
  langjähriger Briefwechsel mit Selma Lagerlöf und Paul Celan, Unterstützung u.a.
  durch Stefan Zweig u. Johannes R. Becher; Verarbeitung des Holocaust:
  "In den Wohnungen des Todes", "Sternenverdunkelung", "Und niemand weiß weiter";
  "Eli" erschien 1959 als Hörspiel beim SDR und bewirkte mit ihre "Entdeckung";
   Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 1965, Literaturnobelpreis 1966)



* "Der Tod ist ein Meister aus Deutschland, sein Auge ist blau." (Die Todesfuge)
* Paul Celan (1920 Czernowitz / Bukowina, Rumänien / heute Ukraine - 1970 Paris,
  eigentlich Paul Antschel / rumänisiert Ancel, deutschsprachiger Lyriker jüdischer
  Herkunft; Eltern erliegen der NS-Verfolgung in der Deportation; Celan wird 1942-
  1943 festgehalten in rumän. Arbeitslager u.a. in Südmoldau; 1947 über Ungarn n.
  Wien geflüchtet, übersiedelt n. Paris; 1948 u. 1957 Ingeborg Bachmann begegnet;   
  intensive Briefwechsel auch mit Nelly Sachs, Hermann Lenz; übersetzt zahlreiche
  französische Schriftsteller, erhält u.a. 1960 den Georg Büchner Preis.)



* Du bist vielleicht enttäuscht, wenn du scheiterst,
  aber du bist verloren, wenn du es nicht versuchst.
* Beverly Sills (Silverman, Sopranistin, NYC Metropolitan Opera, 1929-2007)


* "Nur jenes Erinnern ist fruchtbar, das zugleich erinnert, was noch zu tun ist.“
* Ernst Bloch (1885 - 1977, dt. Philosoph, Ludwigshafen, Wien, Prag, Zürich,
  New York, Leipzig - nach Reise/Mauerbau 1961 nicht in DDR zurückgekehrt, Paris,
  Sanary-sur-Mér, Tübingen; Werke u.a.: "Prinzip Hoffnung", "Konkrete Utopien";
  befr. u.a. mit Brecht, Weill, Adorno, Dutschke; Einfluss u.a. auf Dorothee Sölle,
  Gerhard Zwerenz; Parallelen: Judentum, Christentum, Atheismus und Sozialismus; 
  Ehrendoktorwürde u.a. Universitäten Zagreb, Sorbonne/Paris, Eberhard-Karls-Univ.
  Tübingen, Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 1967) 



* Das hab ich getan, sagt mein Gedächtnis.
  Das kann ich nicht getan haben, sagt mein Stolz - und bleibt unerbittlich.
  Endlich gibt das Gedächtnis nach.
* Friedrich Nietzsche (1844-1900, Jenseits von Gut und Böse, 1886)

* Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann.
* Es gibt Leute, die einen töten, indem sie einen verteidigen.
* Francis Picabia (franz.-span. Maler, Bühnenbildner, Prosa, 1879-1953)

* Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele.
* Kunst ist eine Lüge, die uns die Wahrheit erkennen läßt.
* Das Flüstern einer schönen Frau hört man weiter als den lautesten Ruf der Pflicht.
* Ich habe nie verstanden, warum Frauen an talentierten Männern zunächst
  deren Fehler und an Narren deren Verdienste sehen.
* Hinter jedem grossen Mann stand immer eine liebende Frau,
  und es ist viel Wahrheit in dem Ausspruch, dass ein Mann nicht größer sein kann,
  als die Frau, die er liebt, ihn sein lässt.
* Als Kind ist jeder ein Künstler. Die Schwierigkeit liegt darin,
  als Erwachsener einer zu bleiben.
* Pablo Picasso (Maler, Pablo Ruiz y Picasso,1881 - 1973, Guernica 1937)

* Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit.
* Mögen hätt´ ich schon wollen, aber dürfen hab´ ich mich nicht getraut.
* Karl Valentin (Valentin Ludwig Fey, dt. Schauspieler, Komiker, 1882-1948) 

* Permanenter ästhetischer Umsturz - das ist die Aufgabe der Kunst.
* Herbert  Marcuse (Soziologe, Philosoph, Kritik der reinen Toleranz, Repressive
  Toleranz, Der eindimensionale Mensch, Kunst und Befreiung, 1898-1979)

* Die Hauptsache ist immer die Arbeit.
  Nur durch intensivstes Hineinversenken in die Kunst kann man das Ziel erreichen. 
  ("Das Erlernen der Malerei").
* Lovis Corinth (1858 -1925; eigentlich: Franz Heinrich Louis Corinth)

* Ich bin froh, dass ich meinen Stil noch nicht gefunden habe,
  ich würde mich zu Tode langweilen.
* Edgar Degas (frz. Maler, 1834-1917)
 
*
Meine Form ist die Malerei, und ich bin recht zufrieden damit, denn ich bin eigentlich
  von Natur mundfaul, und höchstens ein brennendes Interesse an einer Sache
  kann mich zwingen, etwas aus mir herauszuquälen.
* Es handelt sich für mich immer wieder darum, die Magie der Realität zu erfassen und
  diese Realität in Malerei zu übersetzen.
  - Das Unsichtbare sichtbar machen durch die Realität.
  - Das mag vielleicht paradox klingen - es ist aber wirklich die Realität,
    die das eigentliche Mysterium des Daseins bildet!
* Was ich will, wird erst am Ende meines Schaffens deutlich werden,
  als Ganzes gesehen,...
* Max Beckmann (Maler, 1884 Leipzig - 1950 New York)


* Form follows function. -
  Die Form folgt der Funktion - das ist oft missverstanden worden.
  Form und Funktion sollten Eins sein, verbunden in einer spirituellen Einheit.
* Frank Lloyd Wright (Design Guggenheim NYC, organischer Architekt, 1867-1959)

*
Weniger ist mehr.
* Mies van der Rohe (dt. Architekt d. Moderne, konstruktive Logik, 1886 - 1969)

* Die Leute bitten um Kritik, aber sie wollen nur gelobt werden.
* Nur ein mittelmäßiger Mensch ist immer in Hochform. 
* Im Alter bereut man vor allem die Sünden, die man nicht begangen hat.
* Es ist ein großer Trost, andere dort scheitern zu sehen,
  wo man selbst gescheitert ist.
* Jede Generation lächelt über die Väter, lacht über die Großväter und
  bewundert die Urgroßväter.
* William Somerset Maugham (1874 – 1965, engl.Schriftsteller, Arzt, Agent,)

* Bei der Kunst des Lebens ist der Mensch sowohl der Künstler,
  als auch der Gegenstand seiner Kunst.
  Er ist der Bildhauer und der Stein, der Arzt und der Patient.
*  Erich Fromm (Haben oder Sein, Psychoanalyse, 1900-1980)

* Rache trägt keine Frucht! Sich selbst ist sie die fürchterliche Nahrung.
* Das eben ist der Fluch der bösen Tat, dass sie, fortzeugend, 
   immer Böses muss gebären.
* Mit der Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens.
* Wer gar zuviel bedenkt, wird wenig leisten.
* Verbunden werden auch die Schwachen mächtig.
* Wer nichts fürchtet ist nicht weniger mächtig als der, den alles fürchtet.
* Friedrich von Schiller (Dichter, Dramatik, deutsche Klassik, 1759-1805)

* Jede Macht ist konservativ. Fehlt ihr ein Gegengewicht, so erzeugt sie zwangsweise
  eine in sich festgefahrene Gesellschaft.  In ihr ist zwischen den Menschen nichts
  Menschliches mehr, das heißt nichts überraschend Neues, nichts Schöpferisches.
* Michel Tournier (* 1924, franz. Schriftsteller, Philosoph, Académie Goncourt)

* Das Unglück ist dafür da, uns geschickter zu machen.
* Gustave Flaubert (1821-1880, franz. Schriftsteller, Madame Bovary)

* Jeder für sich in dieser Wüste des Egoismus, die man Leben nennt.
* Stendhal (ursprünglich: Marie-Henri Beyle, 1783-1842, franz. Schriftsteller)

* Die Hölle, das sind die anderen. - (L'enfer, c'est les autres.)
* Jean-Paul Sartre (1905-1980, Jean-Paul Charles Aymard Sartre,  französischer
  Schriftsteller, Philosoph, Mutter: Anne-Marie, Cousine Albert Schweitzers )

* Zu sagen: „Hier herrscht Freiheit“, ist immer ein Irrtum oder auch eine Lüge,
  denn: Freiheit herrscht nicht.
* Zweifle nicht an dem, der dir sagt, er hat Angst, aber hab Angst vor dem,
  der dir sagt, er kenne keinen Zweifel.
* Erich Fried (österr. Schriftsteller, PEN, Gruppe47, engl. Exil BBC, 1921-1988)


* Zweifel ist keine angenehme Voraussetzung, aber Gewissheit ist eine absurde.
* Voltaire (François-Marie Arouet, Candide, Aufklärung, franz. Revolution, 1694-1778)

* Je weniger Geist, desto weniger Angst.
* Søren Kierkegaard (dänischer Philosoph, Theologe, Schriftsteller,1813-1855)

* Wenn einer keine Angst hat, hat er keine Phantasie.
* Die meisten Menschen legen ihre Kindheit ab, wie einen alten Hut.
       Sie vergessen sie, wie eine Telefonnummer, die nicht mehr gilt.
* Irrtümer haben ihren Wert, jedoch nur hier und da.
       Nicht jeder, der nach Indien fährt, entdeckt Amerika.
* Erich Kästner (dt. Schriftsteller, Drehbuchautor, Kabarettist, 1899-1974)

* Viel Kälte ist unter den Menschen, weil wir nicht wagen,
   uns so herzlich zu geben, wie wir sind.
* Wir leben in einem gefährlichen Zeitalter:
   Der Mensch beherrscht die Natur, bevor er gelernt hat, sich selbst zu beherrschen.
* Albert Schweitzer  (Arzt, Philosoph, Theologe, Bach-Interpret, 1875-1965)

* Essen vertreibt den Hunger. Lernen vertreibt die Dummheit.
* Deutsches Sprichwort

* Alles was du sagst, sollte wahr sein.
  Aber nicht alles was wahr ist, solltest du auch sagen.
* Ich mag verdammen, was du sagst,
  aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.
* Voltaire (1694 – 1778, franz. Philosoph)


* Was man von einer Sache denkt, kann nie so gut sein wie das,
  was man von einer Sache weiß.
* Jean Paul Getty (amerikanischer Ölindustrieller, 1892–1976).

* Die meisten Menschen können nicht richtig zuhören.
  Sie filtern nämlich das, was sie hören, durch ihre eigenen Erfahrungen
  und lesen ihr Leben in das Leben des anderen hinein. 
* Stephen Corey (Essayist, Herausgeber Georgia Review, *1948)
 

Le Petit Prince - man sieht nur mit dem Herzen...* Und ich erkannte, dass sie die Stille nötig
  hatten. Denn nur in der Stille kann die Wahrheit
  eines jeden Früchte ansetzen und Wurzeln
  schlagen.
* Die Wahrheit steckt nicht in Beweisen, sie
  steckt im Zurückführen auf die letzte
  Einfachheit.
* Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was
  du dir vertraut gemacht hast.
* Schenken ist ein Brückenschlag über den
  Abgrund deiner Einsamkeit.
* Um klarzusehen genügt ein Wechsel der 
  Blickrichtung.
* Wenn du ein Schiff bauen willst, dann trommle
  nicht Männer zusammen, um Holz zu
  beschaffen, Aufgaben zu vergeben und
  die Arbeit einzuteilen, sondern lehre sie die
  Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.
* Erkennen heißt nicht zerlegen, auch nicht
   erklären. Es heißt, Zugang zur Schau finden.
   Aber um zu schauen, muss man erst teilnehmen. Das ist eine harte Lehre.
* Als du geboren wurdest, war ein regnerischer Tag. Aber es war nicht wirklich Regen,
  sondern der Himmel weinte, weil er einen Stern verloren hatte.
* Antoine de Saint-Exupéry (franz. Schriftsteller, Flugpionier, Reporter, 1900-1944 ) 


* Die Wahrheit war immer nur eine Tochter der Zeit.
* Armselig der Schüler, der seinen Meister nicht übertrifft.
* Nichts Hohes erreicht der Künstler, der nicht an sich selber zweifelt.
       (Quel pittore che non dubita poco acquista.)
* Für die Ehrgeizigen, die sich weder mit dem Geschenk des Lebens
        noch mit der Schönheit der Welt zufriedengeben,
        liegt eine Strafe darin, dass sie sich selbst dieses Leben verbittern
        und die Vorteile und die Schönheit der Welt nicht besitzen.
* Das Wissen ist Kind der Erfahrung.  
       (La sapienza è figliola della sperienzia.)
* Bezeichnest du die Malerei als stumme Dichtung,
       so kann der Maler erst recht die Dichtung als blinde Malerei bezeichnen.
* Leonardo da Vinci (Maler, Bildhauer, Architekt, Musiker, Anatom, Mechaniker, 
  Ingenieur, Naturphilosoph,  ital. Renaissance, 1452-1519)



* Wer die Wahrheit nicht kennt, ist nur ein Dummkopf.
   Wer sie aber kennt, und sie eine Lüge nennt, ist ein Verbrecher.
* Galileo Galilei (ital. Mathematiker, Physiker,  Astronom, 1564-1642)

* Jede einem Menschen zugefügte Beleidigung, gleichgültig welcher Rasse er
   angehört, ist eine Herabwürdigung der ganzen Menschheit.
* Grausamkeit empört, Dummheit entmutigt.
* Die meisten großen Taten, die meisten großen Gedanken haben einen
    belächelnswerten Anfang.
* Es ehrt unsere Zeit, daß sie genügend Mut aufbringt, Angst vor dem Krieg zu haben.
* Die Freiheit besteht in erster Linie nicht aus Privilegien, sondern aus Pflichten.
   ("La liberté ne comprend pas essentiellement des privilèges, mais surtout des
    obligations." - Verteidigung der Freiheit).
*
Die wahre Großzügigkeit der Zukunft gegenüber besteht darin, in der Gegenwart
   alles zu geben. (La vraie générosité envers l'avenir consiste à tout donner 
   au présent. 
Der Mensch in der Revolte)
*
Ein Mensch ist immer das Opfer seiner Wahrheiten.-
     (Un homme est toujours la proie de ses vérités. - Der Mythos von Sisyphos)
* Nicht der Zweck heiligt die Mittel, sondern die Mittel den Zweck.
* Die Werke von Kopernikus und Galilei standen bis 1822 auf dem Index.
   Drei Jahrhunderte Starrsinn, das ist denkwürdig.
* Die einzige Art, gegen die Pest zu kämpfen, ist die Ehrlichkeit. 
  ([...] il peut y avoir de la honte à être heureux tout seul. - Die Pest)
* Man sollte auch gute, ja, ausgezeichnete Bücher verbieten,
   bloß damit sie mehr gelesen und beachtet werden.
* Äußere Ordnung ist oft nur der verzweifelte Versuch,
   mit einer großen inneren Unordnung fertig zu werden.
* Die Phantasie tröstet die Menschen über das hinweg, was sie nicht sein können, 
   und der Humor über das, was sie tatsächlich sind.
* Das Reisen, das gleichsam eine höhere und ernstere Wissenschaft ist,
   führt uns zu uns zurück.
* Charme ist die Kunst, als Antwort ein "ja" zu bekommen,
   ohne etwas gefragt zu haben. (Der Fall, La chute)
* Man ist immer auf Kosten eines anderen frei.
* Das echte Gespräch bedeutet: aus dem Ich heraustreten
   und an die Tür des Du klopfen.
* Wenn die Welt klar wäre, gäbe es keine Kunst. ( - Der Mythos von Sisyphos)
* Die Liebe ist Ungerechtigkeit, aber die Gerechtigkeit genügt nicht.
   (L'amour est injustice, mais la justice ne suffit pas.)
* Einen Menschen lieben, heißt einzuwilligen, mit ihm alt zu werden.
* Unter Liebe versteh ich die Mischung von Verlangen, Zärtlichkeit und gegenseitigem
   Verstehn, die mich an ein bestimmtes Wesen bindet. Großmütig ist die Liebe
   zwischen zwei Menschen nur wenn sie zugleich vergänglich und einzigartig ist.
* Der Mensch ist nichts an sich. Er ist nur eine grenzenlose Chance.
   Aber er ist der grenzenlos Verantwortliche für diese Chance.
   (L'homme n'est rien en lui-même. Il n'est qu'une chance infinie.
    Mais il est le responsable infini de cette chance.)

* Kunst und Moral:  Dialogues  (Hrsg. Dirk Hoeges im Verlag Peter Lang)
Die Werke von Albert Camus werden auch heute noch meist nur unter der Überschrift des Absurden und des Existentialismus gelesen. Eine Analyse der Bedeutung der Kunst in seinen Prosawerken und in seinen theoretischen Schriften zeigt einen ganz anderen Camus, der das Absurde lediglich als Befund versteht. Als Antwort auf die Absurdität der Welt entwickelt er eine Ästhetik, die er mit der Autonomie der Kunst begründet und die er zugleich den Ideologien des 19. und 20. Jahrhunderts entgegen-setzt.
"Le monde absurde ne reçoit qu'une justification esthétique." Albert Camus, Carnets II
  Inhalt:
* Kunst ist eine in Form gebrachte Forderung nach Unmöglichem. -
Kunst als eine Antwort auf das Absurde: Das Absurde ist nicht das letzte Wort - Literarische Anfänge: L'envers et l'endroit und Noces - Die Kunstform des L'étranger. - Auf der Suche nach einer Moral: Fatalität oder Hoffnung? Le mythe de Sisyphe - Der Kampf gegen das Unheil: La peste. Moral und Revolte: Die Geschichte der Revolte - Eine Ästhetik der Revolte. Die Kunst als moralische Verpflichtung: Der Künstler und die Freiheit: L'été - La chute und L'exil et le royaume - Der Nobelpreis - Le premier homme - Albert Camus und Jean-Paul Sartre.

* Albert Camus (1913-1960), frz. Schriftsteller, Dramatiker, Philosoph (Zitat 1945: 
  "Nein, ich bin kein Existenzialist. Sartre und ich wundern uns immer wenn wir 
   zusammen so eingeordnet werden.");  
  geboren in Mondovi / Algerien, verunglückte bei Autounfall gemeinsam mit seinem
  Freund und Verleger Michel Gallimard bei Villeblevin 04.01.1960, 
  lebte zuletzt in Lourmarin (Vaucluse, Provence). Literatur-Nobelpreis 1957.


* Das Wort verwundet leichter als es heilt.
* Gegner glauben uns zu widerlegen, wenn sie ihre Meinung wiederholen,
   und auf die unsere nicht achten.
* Johann Wolfgang von Goethe  (Dichter, Naturwissenschaftler, 1749-1832)


* Was hilft aller Sonnenaufgang, wenn wir nicht aufstehen.
* Es kann nicht alles ganz richtig sein in der Welt,
  weil die Menschen noch mit Betrügereien regiert werden müssen.
* Ein Buch ist ein Spiegel, wenn ein Affe hineinsieht, so kann kein Apostel
  herausgucken.
* Es ist fast unmöglich, die Fackel der Wahrheit durch ein Gedränge zu tragen,
  ohne jemandem den Bart zu versengen.
* Wie geht's, sagte ein Blinder zu einem Lahmen. -
  Wie Sie sehen, antwortete der Lahme.
* Es gibt Leute, die gut zahlen, die schlecht zahlen, Leute, die prompt zahlen,
  die nie zahlen, Leute, die schleppend zahlen, die bar zahlen,
  abzahlen, draufzahlen, heimzahlen, 
  nur Leute, die gern zahlen, die gibt es nicht.
* Nichts kann mehr zu einer Seelenruhe beitragen,
  als wenn man gar keine Meinung hat.
* Es ist keine Kunst, etwas kurz zu sagen, wenn man etwas zu sagen hat.
* Wahrhaftigkeit ist die größte List.
* Vom Wahrsagen lässt sich wohl leben, aber nicht vom Wahrheit sagen.
* Es gibt Leute, die glauben, alles wäre vernünftig,
  was man mit einem ernsthaften Gesicht tut.
* Er war ein solch aufmerksamer Grübler, ein Sandkorn sah er immer eher  
  als ein Haus.
* Ich bin überzeugt, man liebt sich nicht bloß in andern,
  sondern hasst sich auch in andern.
* Widerwärtigkeiten sind Pillen, die man schlucken muss, aber nicht kauen.
* Der Mann hatte so viel Verstand, dass er fast zu nichts mehr in der Welt zu
  gebrauchen war.
* Aus der Weisheit Gottes manche Sachen schließen zu wollen, ist nicht viel
  besser, als es aus seinem eignen Verstand zu tun.
* Mäßigkeit setzt Genuss voraus, Enthaltsamkeit nicht.
  Es gibt daher mehr enthaltsame Menschen als solche, die mäßig sind.
* Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799,dt. Schriftsteller, Aphorismen,
  Kunstkritiker, Physiker)



* Ihr könnt predigen, über was ihr wollt, aber predigt niemals über vierzig Minuten.
* Die Arznei macht kranke, die Mathematik traurige,
  und die Theologie sündhafte Leute.
* Jugend ist wie ein Most. Der lässt sich nicht halten.
  Er muss vergären und überlaufen.
* Wenn wir alt werden, so beginnen wir zu disputieren, wollen klug sein und doch
  sind wir die größten Narren.
* Du kannst nicht verhindern, dass ein Vogelschwarm über deinen Kopf hinweg fliegt.
  Aber du kannst verhindern, dass er in deinen Haaren nistet.
* Martin Luther (1483-1546, dt. Theologe, Lutherbibel, erste Bibel-Übersetzung
  ins Deutsche)


* Belaste dich nicht mit Hass.
  Er ist eine schwerere Bürde, als du denkst.
* Marie de Rabutin-Chantal, Marquise de Sévigné  (Briefe, franz. Autorin, 1626-1696) 
 

*  Dolce vita, Vespa fahren und Espresso trinken in der Bar – 
   das sind die Sehnsüchte der Deutschen nach dem Süden.
*  Ich werde, außer vor Gott, niemals vor irgend jemandem auf den Knien liegen.
Je mehr Bürger mit Zivilcourage ein Land hat,
   desto weniger Helden wird es einmal brauchen.
* Franca Magnani (geb.Schiavetti, verh. Valdo Magnani, it. Journalistin, 1925-1996, 1947 London, 1949-1951 Bonn, ab 1951 Redaktion Annabelle (CH), Weltwoche, Vorwärts (SPD), Die Tat (CH),  1964-1987 ARD Studio Rom, 1980 "Viaggio di um Presidente. Visita Sandro Pertini nella Repubblica Federale di Germania", 1980 "Das Mittelmeer", 1981 "Toskana, Umbrien", 1990 "Eine italienische Familie", Bundes-verdienstkreuz)


* Das Schönste im Leben ist der Wunsch, das Nächstschönste die Erfüllung.
* Margret Mitchell (US Schriftstellerin, Gone with the Wind, 1900-1949)
 
* Denn die Menschen konnten die Augen zumachen vor der Größe, vor dem
  Schrecklichen, vor der Schönheit und die Ohren verschließen vor Melodien
  und betörenden Worten. Aber sie konnten sich nicht dem Duft entziehen.
  Denn der Duft war ein Bruder des Atems.
* Patrick Süskind (*1949, dt. Schriftsteller, Drehbuchautor,  Das Parfum)

* Ein Mensch fühlt oft sich wie verwandelt, sobald man menschlich ihn behandelt.
* Ein Mensch nimmt guten Glaubens an, er hab’ das Äußerste getan.
   Doch leider Gott’s versäumt er nun, auch noch das Innerste zu tun.
* Eugen Roth (bayr. Dichter, Philosoph, Journalist, 1895-1976)

* Die Tragik folgt dem Leichtsinn auf den Fuß.
* Der Mensch, der seine eigenen Fehler bei anderen entdeckt, kennt kein Erbarmen.
* Die Menschen legen sich schnell einander fest und lassen sich so liegen.
* Hans Arndt (Schriftsteller, Pianist, Musik- u. Literaturkritiker, 1909-1995)

* Man sollte die Dinge so nehmen, wie sie kommen. Aber man sollte dafür sorgen,
  dass die Dinge so kommen, wie man sie nehmen möchte.
* Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart.
* Curt Goetz (dt.Schauspieler, Schriftsteller, 1888–1960).

* Wenn der Mensch im Menschen den Menschen stets erkennte,
  so manche Schranke nicht von Menschen Menschen trennte;
  es würde weniger Mensch gegen Menschen stehn,
  es würde sich kein Mensch am Menschlichen vergehn.
* Friedrich Rückert (dt. Dichter, 1788-1866)

* Die modernen Sklaven werden nicht mit der Peitsche,
  sondern mit Terminkalendern angetrieben.
* Telly Savalas  (US Schauspieler griech. Herkunft, 1922-1994 )

* Die Tyrannei fängt ganz unauffällig mit aufgeräumten Schreibtischen an.
* Harold Pinter (*1930, engl. Theaterautor, Regisseur, Literaturnobelpreis 2005)

*
Kein Feind siegt öfter als der, dem man keine Beachtung schenkt.
* Je weniger wir Trugbilder bewundern, desto mehr vermögen wir
   die Wahrheit aufzunehmen.
* Erasmus  von Rotterdam (1465-1536, niederl. Humanist, Pädagoge, Theologe, 
  Philosoph, Philologe. Latein: Desiderius Erasmus Roterodamus; 
  ursprünglich: Gerhard Gerhards)

*
Die freie Wahl der Herren schafft die Herren oder die Sklaven nicht ab.
* Herbert  Marcuse (Soziologe, Philosoph, Kritik der reinen Toleranz,
  Repressive Toleranz, Der eindimensionale Mensch, Kunst und Befreiung, 1898-1979)

 * Wie scheußlich sind angeblich politische Notwendigkeiten! 
   Für eine Idee, eine Träumerei, für eine Abstraktion  
   die schreckliche Wirklichkeit der Guillotine!
* Nichts auf der Welt ist so mächtig wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. 
* Victor Hugo (1802-1895, franz. Schriftsteller, Autor, politischer Publizist)

* Friede den Hütten! Krieg den Palästen! (Der Hessische Landbote).
* Narren, Kinder und Betrunkene sagen die Wahrheit. (Dantons Tod).
* „Es krassirt ein entsetzlicher Müßiggang. –
   Müßiggang ist aller Laster Anfang.
  -  Was die Leute nicht Alles aus Langeweile treiben! 
  -  Sie studiren aus Langeweile, sie beten aus Langeweile, 
  -  sie verlieben, verheirathen und vermehren sich aus Langeweile 
  -  und sterben endlich an der Langeweile und 
  -  und das ist der Humor davon - 
  -  alles mit den wichtigsten Gesichtern, ohne zu merken warum, 
     und meinen Gott weiß was dabei. 
  -  Alle diese Helden, diese Genies, diese Dummköpfe, diese Heiligen, diese Sünder,
     diese Familienväter sind im Grunde nichts als raffinirte Müßiggänger.“
  (aus: Werkliteratur X-libris Georg Büchner, Leonce und Lena
    ebd. "Diagnose Zivilisationskrankheit" und Sehnsucht in den Rollen des Adels
   und des Bürgerlichen, Leonce und Valerio. München 1996).
* Georg Büchner (1813-1837, dt. Schriftsteller. Der Hessische Landbote,
  Dantons Tod, Leonce und Lena, Woyzeck.
  Gründete 1834 in Gießen: „Gesellschaft für Menschenrechte“.)
     

* Inkompetente ziehen nicht nur irrige Schlüsse - ihre Unfähigkeit beraubt sie
  auch der Möglichkeit, das überhaupt wahrzunehmen.
* Bill Gates (Programmierer, Unternehmer, US Milliardär, *1955)

* Die Freiheit der Meinung setzt voraus, dass man eine hat.  
* Rom wollte immer herrschen, und als seine Legionen fielen,
   sandte es Dogmen in die Provinzen.
* Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht.
* Heinrich Heine (Dichter, Deutschland - Ein Wintermärchen, 1797-1856)

* Stell Dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin.
  (Sometime they'll give a war and nobody will come).
* Carl August Sandburg (1878-1967, US-Journalist, Lincoln-Biograf, Historiker.)

Vorstehendes Zitat wird häufig von Friedensbewegten fälschlich ergänzt und
Bert Brecht zugeschrieben. Bert Brecht könnte so gedacht haben, derartiges ist
jedoch nicht überliefert. Er hat sich eingehender u.a. mit Wahrnehmungen der
Macht und Abhängigkeiten in sozialen Schichten auseinandergesetzt. Die folgenden
Zitate stammen von ihm.

* Wer zu Hause bleibt, wenn der Kampf beginnt, und lässt andere kämpfen für seine
  Sache, der muss sich vorsehen: Denn wer den Kampf nicht geteilt hat, der wird teilen
  die Niederlage. Nicht einmal Kampf vermeidet, wer den Kampf vermeiden will, denn er
  wird kämpfen für die Sache des Feindes, wer für seine eigene Sache nicht gekämpft
   hat.
* Erst kommt das Fressen, dann die Moral.
* Bertolt Brecht  (1898-1956, Dramatiker, Lyriker, Helene Weigel, Berliner Ensemble;
  Dreigroschenoper, Die Koloman Wallisch Kantate.)


* Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben,
  wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt.
* Friedrich von Schiller (Dichter, Dramatiker der deutschen Klassik, 1759-1805)

*  Wer seinen Nachbarn verleumdet, begeht eine Sünde so groß
   wie Götzenanbetung, Ehebruch oder Mord.
* Talmud (Talmud Bavli, der Babylonische Talmud, Autoren: Rabbiner Abba Areka
  (genannt Raw), Samuel Jarchinai (Mar)
.

* Der ehrliche Mann aus dem einen Hause gilt als Schelm im Nachbarhause.
* Jean-Jacques Rousseau (Politik, Aufklärer der franz. Revolution, 1712-1778)

 * Freunde erwählt man, nahe Verwandte kann man entfernen,
   aber Nachbarn bleiben Nachbarn.
* Ephraim Kishon (israelischer Satiriker ungarischer Herkunft, Ferenc Hoffmann, 1924-2005, Journalist, Schriftsteller und Regisseur, Metallbildhauer, Kunsthistoriker)

* Ein Mann mit großen Ideen ist ein unbequemer Nachbar.
* Nenne dich nicht arm, weil deine Träume nicht in Erfüllung gegangen sind;
   wirklich arm ist nur, der nie geträumt hat.
* Maria von Ebner-Eschenbach  (österreichische Schriftstellerin, 1830-1916)

* Ein schlechter Nachbar ist eine so große Plage, wie ein guter ein Segen ist.
* Hesiod, (700 v. Chr., vermutl. in Askra / Boiotien, Begründer d. didaktischen Epos, 
  Lehrgedicht, u.a. Werke und Tage)

* Wir müssen selbst Frieden machen, ehe Frieden gemacht wird.
* Gertrud Freiin von Le Fort (dt. Schriftstellerin, befr. Carl Zuckmayer, 1876-1971)

* Genius ist ewige Geduld.
* Liebe macht vollkommen.
* Mit all der Mühe, mit der wir manche unserer Fehler verbergen,
   könnten wir sie uns leicht abgewöhnen.
* Wenn uns das Leben gefällt, darf uns der Tod nicht abstoßen.
* Zeichne und verliere keine Zeit!
* Ungerechter Frieden ist besser als gerechter Krieg.
* Michelangelo di Lodovico Buonarroti Simoni
   (ital. Maler, Bildhauer, Architekt, Dichter, 1475-1564)

* Ziehst Du eine Mauer hoch, so sage nicht, sie solle Dich vor Regen schützen.
* Jedes Ding hat drei Seiten:
   Eine, die Du siehst, eine, die ich sehe, und eine, die wir beide nicht sehen.
* Chinesische Sprichworte

* Es gibt wichtigeres im Leben, als beständig dessen Geschwindigkeit zu erhöhen.
*  Mahatma Gandhi (indischer Pazifist, Rechtsanwalt, Menschenrechtler, 1869-1948)

* Was in der Politik noch fehlt, ist ein Machthungerstreik.
* Es ist ja eine Ironie des Schicksals, dass gerade in dem Lande,
  wo am meisten Heil gerufen worden ist, so wenig heil geblieben ist.
* Werner Finck (Kabarettist, Schauspieler, Autor, Alter Narr – Was nun, 1902-1978)
 
* Es gibt kein großes Genie ohne einen Schuss Verrücktheit.
* Denken und Sein werden vom Widerspruch bestimmt.
* Wenn auf der Erde die Liebe herrschte, wären alle Gesetze entbehrlich.
* Aristoteles (griech. Philosoph, 384 - 322 v. Chr.)

* Das ist der ganze Jammer: 
  Die Dummen sind so sicher und die Gescheiten so voller Zweifel.
* Bertrand Russell  (Philosoph, Einstein, Sartre, Sozialkritik, Mathematik, 1872-1970)

* Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
  aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.
* Welch triste Epoche, in der es leichter ist, ein Atom zu zertrümmern
  als ein Vorurteil!
* Die Welt wird nicht bedroht von den Menschen, die böse sind,
  sondern von denen, die das Böse zulassen.
* Am Anfang gehören alle Gedanken der Liebe.
  Später gehört dann alle Liebe den Gedanken.
* Albert Einstein (Pazifist, Quantenphysik, Relativitätstheorie, 1879-1955)

* Erinnerung ist das Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.
* Jean Paul (Schriftsteller, 1763-1825 )

* Wenn ein wirklich großer Geist in der Welt erscheint, kann man ihn untrüglich
  daran erkennen, dass sich alle Dummköpfe gegen ihn verbünden.
* Jonathan Swift (irischer Schriftst., Satire, Gullivers Reisen, 1667-1745)

* Die ganze Kunst der Sprache besteht darin, verstanden zu werden.
* Konfuzius (Kong Qiu, Harmonie, Bildung, chinesischer Philosoph, 551 - 479 v. Chr.)

* Jede Kommunikation hat einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt,
   wobei Letzterer den Ersteren bestimmt.  
* Kommunikationsabläufe sind symmetrisch oder komplementär .
* Die Natur einer Beziehung ist durch die Interpunktionen der Kommunikationsabläufe
   seitens der Partner bedingt.
* Menschliche Kommunikation ist in Kausalketten nicht auflösbar.
* Paul Watzlawick (Kommunikationsaxiome, Psychologe, Philosoph, 1921-2007)
   (Exkurs:  Essays, Schriften.
    Streben nach Gleichheit im Interaktionsprozess,
    Dialog, Wahn, Täuschung, Verstehen. 
    Erfundene Wirklichkeit: Selbsterfüllende Prophezeiungen.
    Die Bausteine ideologischer Wirklichkeiten.)

* Zuviel des Guten schlägt in der Wirkung um und bewirkt stets das Gegenteil.
* Heraklit  (Philosoph, Werden und Wandel, panta rhei, ca. 540 – 480 v. Chr.).

* Es ist noch nicht genug, eine Sache zu beweisen.
  Man muss die Menschen zu ihr auch noch verführen.
* Friedrich Nietzsche (Nihilismus, Wahrheitsbegriff, Philologe, Philosoph, 1844-1900)

* Wer in die Öffentlichkeit tritt, hat keine Nachsicht zu erwarten und zu fordern.
* Marie von Ebner-Eschenbach (österreichische Schriftstellerin, 1830-1916)

* „Ich möchte Leute ans Lesen bringen, die sonst verloren sind ans grottenschlechte 
  Fernsehen und möchte ihnen sagen: Hier geht’s lang, das macht die Welt besser,
  und es macht euch glücklicher.“
* „Ich glaube, dass wir in den Medien sehr belogen werden, dass wir nicht mehr
  auseinander halten können, was richtig und was falsch ist,
   weil wir stark manipuliert werden.“
* Elke Heidenreich (*1943, Autorin, Kabarettistin, Journalistin, Literatur-Moderation)

* Nur die allergescheitesten Leute benutzen ihren Scharfsinn
  zur Beurteilung nicht bloß anderer, sondern auch ihrer selbst.
* Marie von Ebner-Eschenbach (österreichische Schriftstellerin, 1830-1916)

*
Wenn dir jemand mitteilt, dir sage jemand Böses nach, dann rechtfertige dich nicht, 
  sondern antworte: "Er kannte wohl meine anderen Fehler nicht,
  denn sonst würde er nicht nur diese hier erwähnen."
* Epiktet  (griechischer Philosoph, Stoa, Ethik, Pamukkale, um 50 - 138 n. Chr.)

*  Wer so tut, als bringe er die Menschen zum Nachdenken, den lieben sie. 
   Wer sie wirklich zum Nachdenken bringt, den hassen sie.
Tatsachen schafft man nicht dadurch aus der Welt, dass man sie ignoriert. 
*  Aldous Huxley (engl. Philosoph, 1894-1963)

* Si tu veux  être économe, commençe par le Sou.
* Wer den Heller nicht ehrt, ist des Talers nicht wert.
* Morgenstund' hat Gold im Mund.
* The early bird catches the worm.
* franz. / süddt. / engl. Sprichworte (19.Jh., Tugenden ökonomischer Achtsamkeit)

* Genügsamkeit ist natürlicher Reichtum, Luxus künstliche Armut.
* Sokrates (griech. Philosoph, ca. 469 bis 399 v. Chr.)

* Ein Zyniker ist ein Mensch, der von jedem Ding den Preis,
  aber von keinem den Wert kennt.
* Es ist unglaublich, wie viel Geist in der Welt aufgeboten wird,
   um Dummheiten zu beweisen.
* Oscar Wilde (Finegal O' Flahertie Wills, irischer Schriftsteller 1854-1900) 

* Zynismus ist oft ein Mittel, sich vor destabilisierender Niedergeschlagenheit 
  zu schützen.
* Horst-Eberhard Richter (dt. Mediziner, Psychoanalyse, ,Psychosomatik, Philosoph, Pazifist, Ärzte gegen Atomkrieg, PEN-Zentrum, * 1932 Berlin, Prof. em. Uni Berlin, Gießen, Wien, Werkauszug: "Eltern, Kind - Neurose", "Flüchten oder Standhalten", "Patient Familie", "Lernziel Solidarität", "Die Chance des Gewissens", "Umgang mit Angst", "Wer nicht leiden will, muss hassen. Zur Epidemie der Gewalt.", "Das Ende der Egomanie.", "Niederlage des Intellekts.", "Die Krise der Männlichkeit in der unerwachsenen Gesellschaft.", "Der Gotteskomplex".)

* Wenn Fanatiker sich selbst sehen könnten, würden vermutlich
   viele Konflikte beigelegt.
* Carl Zuckmayer (1896-1977, dt. Schriftsteller)

* Das Beste, was der Mensch tun kann, ist sich zu freuen und sein Leben
  zu genießen, solange er es hat.
* Die Bibel, Prediger Salomo 3, 12.

* Nach der Liebe ist die Eitelkeit die schönste Leidenschaft des Menschen.
  Sie zwingt uns, gut zu sein, aus dem Drang heraus, so zu scheinen.
* Traurigkeit ist nicht ungesund - sie hindert uns, abzustumpfen.
* Ärzte können ihre Fehler begraben, aber ein Architekt 
   kann seinen Kunden nur raten, Efeu zu pflanzen.
* George Sand (Autorin, Balsac, Delacroix, Dumas, Flaubert, 1804-1876)

* Ich fürchte nichts - nichts - als die Grenzen deiner Liebe.
* Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob sich das Herz zum Herzen findet.
   Der Wahn ist kurz, die Reu' ist lang
* Nur zwischen Glaube und Vertraun ist Friede.
* Die Kunst ist eine Tochter der Freiheit.
* Wo rohe Kräfte sinnlos walten, da kann sich kein Gebild gestalten.
* Die Uhr schlägt keinem Glücklichen.
* Schnell fertig ist die Jugend mit dem Wort.
* Der Menschheit Würde ist in eure Hand gegeben, bewahret sie.
* Dem Mimen flicht die Nachwelt keine Kränze.
* Friedrich von Schiller (Dichter, Dramatik, deutsche Klassik, 1759-1805)

* Wirkliche Liebe ist ein Ausdruck der inneren Produktivität
  und umfasst Fürsorge, Respekt, Verantwortlichkeit und Wissen.
* Erich Fromm (Haben oder Sein, Psychoanalytiker, 1900-1980) 

* Ich liebe nicht den Staat, sondern meine Frau.
* Wer nichts verändern will, wird auch das verlieren, was er bewahren möchte.
* Gustav Heinemann (Bundespräsident, 1899–1976)

* Lesen ohne Liebe, Wissen ohne Ehrfurcht, Bildung ohne Herz,
  das sind die schlimmsten Sünden gegen den Geist.
 * Hermann Hesse (Dichter, 1877-1962)
 
* Wenn Menschen Liebe gepredigt wird, lernen sie nicht lieben, sondern predigen.
* Alice Miller (poln. P-Analyt., Philosoph, Malerin, *1923, Schweiz seit 1946)

* Und er machte sich auf und ging zu seinem Vater.
* Der verlorene Sohn, Bibel,  Lukas 15, 17-20

* Einen Menschen lieben heißt einzuwilligen, mit ihm alt zu werden.
* Albert Camus (franz. Philosoph und Autor d. Existenzialismus,  1913-1960)

* Dinge, die man als Kind geliebt hat,
  bleiben im Besitz des Herzens bis ins hohe Alter.
* Das schönste im Leben ist, dass unsere Seelen nicht aufhören
  an jenen Orten zu verweilen, wo wir einmal glücklich waren.
* Khalil Gibran (libanesischer Philosoph, Broken Wings, Maler, 1883-1931)


I want to love you without clutching, 
                                                      Ich will dich lieben - ohne zu klammern,
appriciate you without judging,
                                                      Dich wertschätzen - ohne zu richten,
join you without invading,
                                                      Dir verbunden sein - ohne einzudringen,
invite you without demanding,
                                                      Dich einladen - ohne zu fordern,
leave you without guilt,
                                                      Dich verlassen - ohne Schuld,
critisize you without blaming,
                                                      Dich kritisieren - ohne zu beschuldigen,
and help you without insulting.
                                                      Dir helfen - ohne zu beleidigen,
If I can have the same from you,
                                                      Wenn ich dasselbe von dir erhalten kann,
then we can truly meet
and enrich each other.
                                                      werden wir uns wahrhaftig begegnen 
                                                      und uns gegenseitig bereichern können.

* Virginia Satir (Familientherapie s. R.C. Cohn, Palo Alto, USA, 1916-1988)
 
*
Ich kann allein nicht Mensch sein.
* Zu wenig geben ist Diebstahl, zu viel geben ist Mord! (Erziehung)
* Ruth C. Cohn (Psychoanalyse, TZI, themenzentrierte Interaktion, *1912 )

* Nicht die Dinge an sich beunruhigen den Menschen, sondern seine Sicht der Dinge.
* Nimm hin, was du nicht ändern kannst, habe den Mut zu ändern, was du ändern
  kannst, und entwickle die Fähigkeit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
* Epiktet  (griechischer Philosoph, Stoa, Ethik, Pamukkale, um 50 - 138 n. Chr.)

* Nicht die Umstände sind es, die uns zu schaffen machen,
  sondern unsere Einstellungen.
* Heraklit (griechischer Philosoph, um 550-480 v. Chr.). 

* Klatsch
ist eine gesprochene Zeitung für Analphabeten der Fairness.
* Sir Laurence Olivier (brit. Regisseur und Shakespeare Darsteller, 1907-1989)

* Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant.
* August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
  (1798-1874, Dichter, u.a. die deutsche Nationalhymne, Gedichte 1843)

* Was man besonders gerne tut, ist selten ganz besonders gut.
* Wilhelm Busch (Dichter 1832-1908)

* Ich kenn keinen sicheren Weg zum Erfolg, nur einen zum sicheren Misserfolg - 
  - es jedem recht machen zu wollen.
* Platon  (griechischer Philosoph, 427-348 v. Chr.)

* „Die westliche Politik im Nahen Osten ist für den islamistischen Terror 
   mitverantwortlich.“
* „Es ist absolut widerlich, dass wir bereit sind, die Iraker anzugreifen, nur um die
   Freunde von Präsident Bush noch reicher zu machen.“
* "Wir haben einfach 80 Jahre westlicher Einmischung in überwiegend arabischen
   Ländern hinter uns, weil der Westen Öl braucht".
* Ken Livingstone (* 1945, Oberbürgermeister Londons bis 2008, Lehrer,
   Zitate aus BBC-Interview, 2005.)

*
  Frieden ist nicht Abwesenheit von Krieg.
   Frieden ist eine Tugend, eine Geisteshaltung,
   eine Neigung zu Güte, Vertrauen, Gerechtigkeit.
* Baruch Spinoza (1632-1677, wechselt spät Vornamen in "Benedictus", Philosoph,
  Naturrecht, spanisch-jüdische Abstammung, nach spanischer Glaubensverfolgung
  der Eltern geboren in Holland).

* „Was für eine Situation haben wir kreiert, dass die Menschen so verzweifelt sind, 
   dass sie nicht leben wollen? Diese Frage muss man stellen.
   Wir haben die Pforte zum Leben für die Palästinenser zugesperrt.
   Daher kommt diese schreckliche Bereitschaft zum Sterben,
   nicht nur von Fundamentalisten. 
   Das muss man analysieren, und man muss die Ursachen dafür bekämpfen.“
* Felicia Langer (* 1930, israel. Menschenrechtsanwältin, Autorin,
  Überlebende d. Holocaust, heute Tübingen, mehrf. Auszeichnungen, u.a.
  1990 Alternativer Nobelpreis, 2006 Menschenrechtspreis)

* "Ich habe den Koran studiert, aber eines Tages habe ich begonnen, selbst 
   nachzudenken. Dabei habe ich erkannt: Es sind die Menschen, die Gott 
   erschaffen haben, nicht umgekehrt. Dass der Koran dem Mann das Recht
   zugesteht, die Frau zu schlagen, das kann und darf nicht sein."
*  Ayaan Hirsi Ali (*1969 Mogadischu, Ayaan Hirsi Magan Isse Guleid Ali Wai'ays
  Muhammad Ali Umar Osman Mahamud, niederländische Politikerin, Frauenrechtlerin
  und Islamkritikerin somalischer Herkunft) 

*
„Man kann die political correctness auch übertreiben. Gibt es doch eine Art des
   Nachtretens, die nicht den Getretenen, sondern den Treter charakterisiert.“
  „Die Deutschen versuchten, sich von ihrem ungeheuren Schulddruck aus der
   Nazi-Zeit dadurch zu befreien, dass sie Israel Fehler vorhielten.“
* „Das Multi-Kulti-Ideal ist einer der Blindgänger, an denen die Geschichte schon
   überreich ist.
   Andererseits kennt sie auch Beispiele, dass das Unmögliche möglich wird."
* „Als wenn die Geschichte des Islam bis zur Stunde nicht
   eine einzige institutionalisierte Entwürdigung der Frau wäre!“
* „Der Koran ist eine Lektüre des Schreckens und der Fassungslosigkeit, mit ihren
   unzähligen Wiederholungen, Ungläubige zu töten, besonders aber Juden“. 
* „Die Befreiung von der Angst vor dem jederzeit möglichen Gewalttod, weil ich eine
   jüdische Mutter hatte, war, ist und wird das Schlüsselerlebnis meines Daseins
   bleiben.“
* Ralph Giordano (* 1923, 1940-45 v. dt. Nazis verfolgt. Schriftsteller, Journalist,
  Regisseur, Kritik am unpräzisen, populistischen Meinungsjournalismus im WDR)

Zitat-Vergleich - Goethes Umschreibung zur Wirkung des Koran:

* "
Grenzenlose Tautologien und Wiederholungen bilden den Körper dieses heiligen
   Buches, das uns, so oft wir auch darangehen, immer von neuem anwidert,
  dann aber anzieht, in Erstaunen setzt und am Ende Verehrung abnötigt […]
  Der Stil des Korans ist seinem Inhalt und Zweck gemäß streng, groß, furchtbar,
  stellenweise wahrhaft erhaben; so treibt ein Keil den anderen, und darf sich über
  die große Wirksamkeit des Buches niemand verwundern."
* Johann Wolfgang von Goethe (Dichter, 1749-1832, Auszug ‚ Noten zum
  West-östlichen Divan’)

 * "
Der Koran ist ein sprechendes Universum -
    und das Universum ein schweigender Koran."
* muslimisches Sprichwort

* Fundamental-Islamistische (schiitische) Auslegung des Koran:
 "Es gibt keinen Gott außer Allah, und Mohammed ist sein Prophet.
  Krieg ist ein Segen für die Welt und jede Nation.
  Es ist Allah selbst, der den Menschen befiehlt, Krieg zu führen und zu töten.
  Die Kriege, die unser Prophet, Friede seiner Seele, gegen die Ungläubigen führte,
  waren ein Geschenk Gottes an die Menschheit.
  Wir müssen auf der ganzen Welt Krieg führen, bis alle Verderbnis, aller
  Ungehorsam gegenüber dem islamischen Gesetz aufhören.
  Eine Religion ohne Krieg ist eine verkrüppelte Religion.
  Es ist der Krieg, der die Erde läutert. " -
* Ayathollah Ruhollah Musawi Chomeini (1902-1989, schiitischer geistlicher Führer
  der islamischen Revolution; Zitat aus "Gedanken des Imams")


*
Die Wahrheit ist das erste Opfer des Krieges. -
* Willst du deinen Traum realisieren, dann erwache!
* Rudyard Kipling(1865-1936, britischer Schriftsteller und Dichter,
  1907 Literaturnobelpreis, Das Dschungelbuch, Die Bürde des weißen Mannes)

* Die beiden „
Schurkenstaaten“ der gegenwärtigen Weltpolitik.
  "Der Begriff rogue state, mit „Schurkenstaat“ übrigens eher unglücklich ins
  Deutsche übersetzt, hat in der westlichen Politik seit einigen Jahren Hochkonjunktur.
  In der Biologie steht „rogue“ für das wieder ausgewilderte Einzelgängertier, das
  abseits von der Herde durch den Busch streift.
  Die beiden „rogue states“ der gegenwärtigen Weltpolitik sind, so gesehen, die USA
  und Israel, die jede Art von Alignment mit der internationalen Staatengemeinschaft
  aus dem Grundansatz ihres Selbstverständnisses heraus ablehnen, weil sie beide
  davon ausgehen, dass Nicht-Israelis beziehungsweise Nicht-Amerikaner sich in die
  besondere Situation dieser beiden Länder nicht einfühlen können.
  Das bestärkt sie auch in ihrer Neigung, die Fähigkeit zum Selbstmandat in einem
   überdurchschnittlichen Ausmaß auszuüben.“

Peter Sloterdijk* Peter Sloterdijk
(*1947, Professor für Philosophie und und Medientheorie, Ästhetik, und Rektor HfG Karlsruhe seit 2001, Kulturphilosophie an der Akademie der bildenden Künste in Wien,
seit 2002: Leiter der Sendung "Im Glashaus - Das Philosophische Quartett", mit Rüdiger Safranski, im ZDF, Essayist )  

  < 
http://solaris.hfg-karlsruhe.de/hfg/inhalt/de/Lehrende/1928 >

  <
http://www.petersloterdijk.net/ >

... Auswahl jüngerer Veröffentlichungen:
- Die Verachtung der Massen. Versuch über Kulturkämpfe in der modernen
  Gesellschaft, 2000 ;
- Über die Verbesserung der guten Nachricht. Nietzsches fünftes Evangelium.
  Rede zum 100. Todestag von Friedrich Nietzsche, 2000;
- Tau von den Bermudas. Über einige Regime der Einbildungskraft, 2001;
- Nicht gerettet. Versuche nach Heidegger, 2001;
- Luftbeben. An den Quellen des Terrors, 2002;
- Sphären III - Schäume, Pluralistische Sphärologie, 2002;
- Im Weltinnenraum des Kapitals, 2005;
- Zorn und Zeit. Politisch-psychologischer Versuch, 2006, Suhrkamp Taschenb. 2008;
- Gottes Eifer. Vom Kampf der drei Monotheismen, 2007;
- Theorie der Nachkriegszeiten: Bemerkungen zu den deutsch-französischen
  Beziehungen seit 1945, Suhrkamp 2008. )


* "Amerika ist der Teufel und Israel Rosemaries Baby." 
   (Kritik und Folgen der Hollywood-Doppelmoral in den USA).
* "Kompromisse sind ihrer Natur nach immer inkonsequent."
* Amos Oz (*1939, "Amos Klausner", Peace Now, israelischer Schriftsteller)

*
Ein Land regiert man nach Regel und Maß, Krieg führt man ohne Regel mit List. –
* Lao-tse, (um 200 v. Chr., Begründer des Taoismus, Alter und Vita ungesichert)

*
Krieg ist ewig zwischen List und Argwohn; 
  nur zwischen Glauben und Vertrauen ist Friede. -
* Keine Kriege werden zugleich so ehrlos und unmenschlich geführt als die, 
  welche Religionsfanatismus und Parteienhass im Inneren eines Staates entzünden.
* Friedrich von  Schiller (1759-1805, dt. Dichter)

* Nur die Toten haben das Ende des Krieges gesehen.
* Platon (427-348 v. Chr., griechischer Philosoph)

* „Wir haben in Palästina nicht mit den Arabern, sondern neben ihnen gelebt.
  Das Nebeneinander zweier Völker auf dem gleichen Territorium muss aber, wenn es
  sich nicht zum Miteinander entfaltet, zum Gegeneinander ausarten. So droht es auch
  hier zu geschehen. Zum bloßen ‚Neben‘ führt kein Pfad zurück. Aber zum ‚Mit‘ kann,
  so groß sich auch die Hindernisse aufgetürmt haben, immer noch vorgedrungen
  werden. Ich weiß nicht, wie lange noch. Ich weiß nur, dass wir, wenn wir dahin nicht 
  gelangen, nicht zu unserm Ziel gelangen werden. Zum dritten Mal werden wir an dem
  Land erprobt.“ (Martin Buber, Redeauszug 1929 Berlin)

* „Während des ersten Weltkriegs ist mir offenbar geworden, dass sich ein Prozess
  vollzieht den ich bis dahin nur geahnt hatte: die zunehmende Erschwerung des
  echten Gesprächs und besonders des echten Gesprächs zwischen Menschen
  verschiedener Art und Gesinnung. Der unmittelbare, rückhaltlose Dialog wird immer
  schwerer und seltener; immer unbarmherziger drohen die Abgründe zwischen
  Mensch und Mensch unüberbrückbar zu werden.
  Dies [..] ist die eigentliche Schicksalsfrage der Menschheit. Seither habe ich
  unablässig darauf hingewiesen, dass die Zukunft des Menschen als Mensch, von
  einer Wiedergeburt des Dialoges abhängt.“ 
 * Martin Buber (1878-1965), Auszug Vorlesungsreihe 1952 NewYork / Carnegie Hall.

* Martin Buber (1878-1965, österr.-jüdischer Religionsphilosoph, "Ich und Du", 
  "Erzählungen der Chassidim", religiöser Sozialismus; lehrte bis 1952 an der
   Hebräischen Universität Jerusalem Anthropologie
und Soziologie, Beitritt zur
   zionistischen Bewegung, befr. u.a. mit Franz Rosenzweig, Theodor Herzel,
  Chaim Weizmann, Hugo Bergmann, Hannah Arendt; begegnet in USA 1957 dem
  Psychologen Carl R. Rogers, personenzentrierte Gesprächsführung Uni Michigan;
  lebte zeitweise in Heppenheim)



* Die Funktion des Beraters besteht darin, „die verschiedenen zur Verfügung
  stehenden Möglichkeiten zu klären und die Angst und die Mutlosigkeit, die das
  Individuum fühlt, anzuerkennen. Seine Funktion ist es nicht, zu einem bestimmten
  Ablauf zu drängen oder Ratschläge zu erteilen“.

  (Kernaussage aus: "Die nicht-direktive Beratung." München 1972;
  Original: "Counselling and Psychotherapy." Boston, 1942, klientenzentrierter Ansatz)

* Carl R. Rogers (1902 Chicago -1987 La Jolla / San Diego, Psychologe u. Therapeut, 
  bis 1985 Prof. Univ. Wisconsin, u.a. Ehrendoktor d. Uni Hamburg, 
  Entwickler d. Encounter-/ Begegnungs-Konzepts, Einzigartigkeit d. Individuums,
  Carl Rogers Peace Project (1985): Workshops für politische und religiöse
  Konfliktparteien, Vermeidung eines Atomkrieges, Empathie, verstehendes Zuhören,
  humanistisches Menschenbild, positives Selbstkonzept, Idealbild/Realbild,
  Persönlichkeitstheorie; Bildungsreform, Eltern-Kind-Beziehung: ungeschuldete
  Liebe, Wertschätzung, Echtheit, Autonomie, Anregung, Entfaltung, Sicherheit,
  Geborgenheit, Zuverlässigkeit, Gefühlsäußerung zulassend. Schüler u.a.:
  Marshall B. Rosenberg, Thomas Gordon, Prof. em. Reinhard Tausch / Hamburg )


* "Statt auf den manipulierten Kampf der Kulturen müssen wir auf eine erstarkende Zusammenarbeit der verschiedenen Kulturen setzen, die einander überlappen und beeinflussen und sich zu weitaus interessanteren neuen Gebilden zusammenfügen, als es nach irgendwelchen verkürzten oder abwegigen Auffassungen vorgesehen ist. 
    Für eine solche breitere Wahrnehmung brauchen wir Zeit, wir brauchen ein von Geduld und Skepsis getragenes Forschen, das sich stützen kann auf das Vertrauen in eine intakte wissenschaftliche Gemeinschaft. Diese jedoch ist in einer Welt, die nur das unmittelbare Agieren und Reagieren kennt, äußerst gefährdet.
    Im Mittelpunkt des humanistischen Denkens stehen nicht Vorurteile und Autoritätshörigkeit, sondern das Handeln des Einzelnen und die persönliche Intuition. Der wichtigste Punkt aber ist, dass das humanistische Denken die einzige und meines Erachtens letzte Bastion darstellt, die wir gegen inhumanes Handeln und gegen die Ungerechtigkeiten in der Geschichte der Menschen besitzen."

Edward W. Said, 1935-2003 * ) Edward William Said (* 1935 Jerusalem - 2003 New York, Professor für vergleichende Literaturwissenschaft an der Columbia Universität (USA), Le Monde diplomatique 2003, "Über Orientalismus", Textauszug aus seinem Gründungsdokument von 1978 - "The postcolonial studies".)

* Auszug Nachruf auf  Edward W. Said ( © DIE ZEIT, 41/2003) :
Edward Said distanzierte sich vom Terror der Hamas, erklärte ihn aber im gleichen Atemzug zur berechtigten Rebellion der Verzweifelten. So sehr er politisch am Ende auf Eskalation setzte, blieb doch sein konkretes Engagement dem Geist der Versöhnung verpflichtet.
  Mit israelisch-palästinensischen Jugendorchestern versuchten er und sein Freund Daniel Barenboim Brücken zu schlagen. Said war ein talentierter Pianist und kompetenter Musikkritiker.
In der Hoffnung auf die heilende Kraft der Musik bewahrte sich ein Kern des humanistischen Glaubens an die Verständigung, der Edward Said irgendwo auf seinem Weg abhanden gekommen sein muss....

* Wenn über das Grundsätzliche keine Einigkeit besteht, ist es sinnlos,
  miteinander Pläne zu schmieden.
* Wer einen Fehler gemacht hat und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten.
* Konfuzius (551 - 479 v. Chr., "Kong Qiu", Harmonie u. Bildung,  Philosoph)

* Einer muss den Frieden beginnen, wie den Krieg. -
* Stefan Zweig (1881-1942, österreichischer Schriftsteller.)

* Alles nimmt ein gutes Ende für den, der Warten kann. 
* Leo Tolstoi (1828-1910, Herkunft "Dickmann", russ. Autor, Krieg und Frieden)

Aus dem Hohelied der Liebe:

Die Liebe ist geduldig und gütig.
Die Liebe eifert nicht für den eigenen Standpunkt,
sie prahlt nicht und spielt sich nicht auf.
Die Liebe nimmt sich keine Freiheiten heraus,
sie sucht nicht den eigenen Vorteil.
Sie lässt sich nicht zum Zorn reizen
und trägt das Böse nicht nach.
Sie ist nicht schadenfroh,
wenn anderen Unrecht geschieht,
sondern freut sich mit,
wenn jemand das Rechte tut.
Die Liebe gibt nie jemanden auf,
in jeder Lage vertraut und hofft sie für andere;
alles erträgt sie mit großer Geduld.
* Die Bibel, Korinther 13,4-7.

Nun aber bleibet Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei;
die größte aber von diesen ist die Liebe.
* Die Bibel, Korinther 13, 13.

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